28. Aug
Dynatrace – eine echte Erfolgsgeschichte Mit Künstlicher Intelligenz schneller zu besseren Lösungen

Als Software-Entwickler arbeiten wir natürlich nicht für uns, sondern für unsere Kunden. Um herauszufinden, wie es ihnen mit unseren Applikationen geht und welche Probleme auftreten, nutzen wir ein smartes, modernes Überwachungstool: Mithilfe von Künstlicher Intelligenz spart Dynatrace enorm viel Zeit und Ressourcen ein und hilft uns, unsere Applikationen ständig effizienter und leistungsfähiger zu machen. Wie das genau funktioniert, erzählen Anna Buchwinkler-Huber (Teamleiterin Smart Dealership & Solutions) und Alexander Kaml (Produktverantwortlicher Dynatrace) hier im Interview.

Was ist Dynatrace?

Alexander: Dynatrace ist eine Applikation, genauer ein Performance-Management-Tool. Es ist zur Zeit praktisch die einzige Fullstack-Lösung am Markt, das heißt, dieses Produkt monitort (überwacht) die komplette Infrastruktur inklusive der Applikationen. In der Regel können Überwachungstools entweder das eine oder das andere monitoren. Dynatrace hingegen kann beides und nutzt dafür auch Künstliche Intelligenz. Dieses Tool ist außerdem extrem wartungsarm und somit für uns als Porsche Informatik die beste und effizienteste Lösung.

Was war der Beweggrund, sich für ein neues Überwachungstool zu entscheiden?

Alexander: Mit Beginn der Strategie 4.0 der Porsche Informatik vor etwa anderthalb bis zwei Jahren wurde der Fokus auf den Endanwender, sprich den Kunden, gelegt. Als Software-Entwickler und Hoster war es uns wichtig, zu wissen: „Wie geht es dem Kunden wirklich mit unseren Applikationen?“

Was ist der CarAdvisor?

Anna: CarAdvisor ist eine Bewertungsplattform von Autohäusern für Endkunden. Kunden können damit Beratungstermine, Fahrzeug-Käufe, Servicetermine wie z. B. Räderwechsel usw. bewerten. Zusätzlich können Kunden auch ihre Erfahrungen beim Neuwagenkauf in Bezug auf Mehrausstattungen bewerten und mit anderen Kunden teilen. Diese Bewertungen werden dann im CarConfigurator bei den entsprechenden Konfigurationspunkten angezeigt. Ein Beispiel: Ein Kunde kauft sich eine Soundanlage und diese gefällt ihm besonders gut. Wenn er sie entsprechend bewertet hat, bekommt ein anderer Kunde, der sich gerade seine Mehrausstattungen für seinen Neuwagen konfiguriert, diese Information angezeigt.

Wie sind das CarAdvisor-Team und das Dynatrace-Team „zusammengekommen“?

Anna: Dynatrace ist eine Überwachung unter anderem für Enduser-Applikationen. Da wir als Softwarefirma unsere Produkte in erster Linie an Autohäuser oder Importeursfirmen verkaufen, haben wir aber keinen direkten Endkundenkontakt. Somit ist es für uns als Entwickler schwierig nachzuvollziehen, wie es den einzelnen Kunden am Markt mit unseren Applikationen geht – beispielsweise mit Das WeltAuto oder dem CarConfigurator. Nachdem Dynatrace alle Endkunden-Applikationen überwacht – auch den CarAdvisor – hat uns die Lösung eines Problems mit dieser Applikation zusammengebracht.

Was war das Problem?

Alexander: Bei einem Kunden gab es beim Versuch, ein Autohaus zu bewerten, bei den einzelnen Bewertungsabgaben teilweise massive Performance-Probleme. Auf herkömmlichem Weg hätte es lange gedauert, eine Lösung umzusetzen, da es gerade bei Performance-Problemen eine lange Liste an möglichen Komponenten und Ursachen geben kann. Insbesondere dann, wenn die Überwachung die Applikation als OK bewertet, die Applikation also online ist und läuft.

Was war die Schwierigkeit an diesem Problem und was war neu an der Problemlösung?

Anna: Wie bereits erwähnt, können Performance-Probleme viele Ursachen haben, insbesondere bei Enduser-Applikationen, da hier auch noch die persönlichen Komponenten des Kunden hinzukommen: sei es sein Gerät, seine Internet-Anbindung, der Browser, das Betriebssystem und so weiter.
Das Neue an dieser Problemlösung war, dass Dynatrace alle User-Sessions anonymisiert aufzeichnet und analysiert, inklusive dem Browserverhalten. Das heißt, man kann so genau sehen, bei welchem Schritt das Problem auftritt. Aber keine Angst – man sieht nur die User-Session in Bezug auf die Verwendung dieser Applikation; was der Kunde sonst auf seinem Mobile Device macht, bleibt natürlich privat!

Alexander: Die Analyse mithilfe Künstlicher Intelligenz hat uns eine enorme Zeitersparnis gebracht, denn wir konnten uns das aufwändige Durchforsten von Datenbanken, Logfiles etc. ersparen. Das hat unsere Problemlösungszeit auf ein Minimum reduziert. Wir würden schätzen, dass die Zeitersparnis bei circa 80% lag gegenüber der herkömmlichen Fehlersuche.

Was war das Bahnbrechende, das diese Lösung zur Success Story gemacht hat?

Anna: Eigentlich war es gar nichts Bahnbrechendes. Es war eine mehr oder weniger alltägliche Situation. Aber das perfekte Zusammenspiel zweier Teams mit einem perfekten Tool hat im Endeffekt zu massiver Zeitersparnis geführt, damit verbunden auch zu einer massiven Reduktion von Manpower und Nerven. Aufgrund der schnellen Problemfindung und Lösung konnten wir die Applikation für den Kunden in Windeseile leistungsfähiger und effizienter machen.

In wieweit können Kolleg*innen aus dieser Success Story profitieren?

Alexander: Wir empfehlen Kolleg*innen, die in ähnlichen Situationen sind, dass sie zu uns kommen. Wir können aus unserer Erfahrung zeigen, worauf es ankommt und wie man schnell zu einer Lösung findet.

Wie geht es weiter, habt ihr schon andere mögliche Erfolgsstorys im Visier?

Alexander: Unser nächstes Vorhaben ist das „Auftragscockpit“. Dabei handelt es sich um eine neue Applikation, die in der Cloud läuft, mit automatischem Deployment. Diese wird bei einem Piloten (einem unserer Autohäuser) im Betrieb getestet, wo schon das Dynatrace-Monitoring läuft. Das Ziel ist ein schnelles Continuous Deployment, also viele schnelle, kleine Updates, die zu stetigen Verbesserungen der Applikation führen. Dynatrace überprüft den Piloten, ohne dass wir dafür durch manuelle Überwachung „Manpower“ binden müssen. Entdeckt das Tool ein Problem, werden wir informiert; stellt das Tool kein Problem fest, wird das Update umgehend ausgespielt. Probleme können so quasi auf Knopfdruck identifiziert werden. Und das Coole daran: Das Ganze kann auch via Amazons Alexa gesteuert werden. Alexa ist in Dynatrace eingebunden, das heißt, es gibt einen Alexa-Skill für Dynatrace und dieser heißt Davis. Mit Davis kann ich Dynatrace steuern und erhalte wichtige Informationen unglaublich schnell.

Vielen Dank euch beiden für das interessante Gespräch und weiterhin viel Erfolg!

Anna Buchwinkler-Huber, Alexander Kaml

Michaela Alker

hatte in ihren 13 Jahren bei uns bereits die unterschiedlichsten Jobs im Bereich Infrastruktur inne. Derzeit ist sie für Kommunikation und Wissensmanagement im Bereich Infrastructure & Common Platforms zuständig. Außerdem begleitet sie unser Unternehmen in einer strategischen Neuausrichtung als Change Agent und ist auch Sprecherin der Change Agents.